FIFTY SHADES OF GREY

Wer sie nicht schon seit November hat, bekommt sie allerspätestens im Februar: eine ausgeprägte Winterdepression. Und die kann sich auf ganz unterschiedliche Weise äußern. Neben Müdigkeit, Fressattacken, konstant schlechter Laune, ist ein fahler Teint wohl das geringste Übel. Als wäre es nicht schon schlimm genug, dass sich das ein oder andere Weihnachtskilo noch immer auf den Hüften befindet, scheint der Sommer mindestens genauso weit entfernt zu sein, wie der dazugehörige Beachbody. Und der Himmel? Der trägt Tag ein Tag aus die Farbe Grau – in den unterschiedlichsten Nuancen: dunkelgrau, mittelgrau, hellgrau, matsch-weiß, weißgrau. Manchmal lässt er zusätzlich ein paar Tonnen Wasser – in flüssiger oder gefrorener – Form niederfallen und spielt ansonsten die perfektionierte Rolle des Stimmungskillers. Denn mit zunehmender Graustufe sinkt auch die Gemütslage exponentiell in Richtung Suizid. Nicht umsonst hat der Tod im Winter Hochsaison. Doch was tun, wenn man – am besten ohne Winterblues und Selbstmordgedanken – den Restwinter überleben möchte? Die Wunderwaffe lautet Serotonin. Genau. Das Glückshormon, das der Körper angeblich beim Sport ausschüttet. Und da unser Körper im Winter, aufgrund des mangelnden Tageslichtes, den hormonellen Muntermacher nur schwer produzieren kann, muss man eben selbst ein wenig nachhelfen. Mit Sport zum Beispiel, oder Schokolade, oder Schuhe shoppen – je nachdem, was einen eben glücklich macht.

zwei

Hier noch ein paar Tipps und Tricks, mit denen es ein bisschen leichter fällt, sich die Zeit bis zum Frühling ein wenig zu verschönern und zu verkürzen

  • Auch wenn es scheint, als würde der Winter nicht enden wollen: der nächste Sommer kommt auf jeden Fall. Also warum nicht einfach die Zeit nutzen und schon mal an der Bikinifigur arbeiten? Sport soll schließlich nicht nur glücklich, sondern auch straff machen. Kleiner Tipp: Fitnessstudio oder Hometrainer mit der frischen Luft tauschen! Denn in der Kälte verbrennt der Körper nicht nur mehr Kalorien, sondern schüttet – dank des Tageslichtes – gleichzeitig weniger Schlafhormone (Melanonin) aus.
  • Einfach mal die Nacht zum Tag machen: Nachts knallen die Korken und tagsüber wird geschlafen. Der Vorteil: Der Winter kommt einem somit viel kürzer vor, da man einen Großteil der Tage verschläft. Zudem wärmt Alkohol schließlich von innen.
  • Wer Semesterferien ( oder Urlaub ) und ein bisschen Geld auf dem Konto hat, bucht am besten so schnell wie möglich einen Flug ins Warme. Neben Sonnenstrahlen, sind neidische Blicke nach der Rückkehr gleich inklusive! Denn braun gebrannt, schauen all die bleichen Mitmenschen gleich noch ein wenig blasser aus.
  • Eat, work, sleep, repeat. Warum nicht einfach Winterschlaf halten?
  • New in: Um der saisonalen Depression den Kampf anzusagen, lohnt sich der Kauf einer Tageslichtlampe. Damit die allerdings auch ihren Zweck erfüllt, muss sie 10.000 Lux (das ist die Beleuchtungsstärke – ja, ich musste es googlen) haben.
  • Wer an seinem Teint arbeiten und zusätzlich ein wenig Vitamin D aufnehmen möchte, dem sei der Gang ins Solarium empfohlen. Risikofreude sollte man allerdings mitbringen, denn Hautkrebs lässt grüßen.
  • Wenn der Sommer schon nicht vor der Haustür steht, dann sollte man sich ihn zumindest in die Wohnung holen: Heizung aufdrehen, Ofen anschüren und die Sommervorfreude, zum Beispiel im neu gekauften Sommerkleid, zelebrieren.
  • Blumen versprühen sofort ein Frühlingsgefühl. Kleiner Tipp: Auf dem Wochenmarkt erhält man kleine Sträuße schon für wenig Geld.
  • Geteiltes Leid ist halbes Leid: Kuschelpullover anziehen, seine unrasierten Beine in eine Jogginghose werfen und zusammen mit seinen Mädels – und einer Tasse Tee oder einem Gläschen Sekt – Germanys next Topmodel (wahlweise: Bachelor) gucken und quatschen. Das wärmt immerhin das Herz.

Wer nun immer noch deprimiert ist, sollte vielleicht ernsthaft in Erwägung ziehen, auszuwandern. Tipp: in Australien oder Südafrika strahlt ganzjährig die Sonne vom blauen (!) Himmel. Aber seien wir doch mal ehrlich: Genießen wir den Sommer und die Sonne nach einem langen, grauen Winter nicht viel mehr, als wenn wir beides das gesamte Jahr über hätten? Wahrscheinlich nicht.

 

Written By

Hallo, ich bin Hanna, 22 Jahre jung und studiere Kommunikationswissenschaft. Was ich mag: über Dinge schreiben, die mich zum Lächeln bringen, mit Freunden die Welt umreisen, positive Menschen und einen richtig guten Kaffee.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.